Ich habe meine Komfortzone ausgedehnt, und es fühlt sich toll an. Kann ich jedem nur empfehlen! Man muss nur gleich dazu sagen:
Wirklich toll fühlt sich die Ausdehnung der Komfortzone erst danach an!
Aber das ist wiederum ein anderes Thema und für einen weiteren Blogbeitrag 😉
Hey, es ist erst der Anfang und ich bin schon von unserem Thema abgekommen.Du wartest wahrscheinlich, dass ich endlich schreibe, welches Wort unser Tanzen so sehr verändert und geprägt hat.
OK, das Wort ist
Ja, genau, man muss sehr aufmerksam sein, um es lesen zu können… oder gute Augen haben. 😃
Die Moral der Geschichte: wenn man gute Augen hat, muss man nicht aufmerksam sein. 😃
Nein, im Ernst, dieses Wort ist mittlerweile mein Held!
Und ich habe es mal gehasst!
Am Anfang unserer Tanzkarriere, haben wir gar nicht so schlecht getanzt, aber Conny hat gemeint, es würde etwas fehlen. Ich, natürlich wie die meisten Männer, habe gedacht: Es ist eh alles super! Was hat sie denn?
Sie wiederum hat gemeint, ich wäre während des Tanzens nicht ganz bei ihr.
Super!
So jetzt, sag mir bitte, was kann ein Mann, der gerade beginnt zu glauben, dass er dieses „Tanzding“ beherrscht, damit anfangen? Genau!
Ungefähr so ziemlich sehr nicht viel. (Hast du dich an diese Schreibweise schon gewöhnt?)
Es nervt ihn! Genau genommen, es hat mich wahnsinnig gemacht! Weil ich es nicht verstanden habe.
Wir haben sehr viel diskutiert… Sprich – gestritten, aber so etwas schreibt man nicht in einem öffentlichen Blog… Und wie das so ist, diese „Sache“ beim Tanzen nimmt Einfluss auf die ganze Beziehung, ob man es will oder nicht.
Jedenfalls liebe ich meine Frau, und dadurch versuche ich sie besser zu verstehen… Ich probiere zuzuhören, probiere es zu ändern, scheitere, noch einmal zuhören, probieren, Vollgas scheitern… Es ist ein Sprung aus meiner Komfortzone hinaus, es kostet mich Überwindung ohne Ende und siehe da:
Zumindest so viel, dass Conny viel weniger genörgelt hat! 😃 YES!!!
(Sie hat andere gute Gründe gefunden zu nörgeln, aber dafür ist jetzt kein Platz in diesem Post 😃)
Und eines muss trotzdem gesagt werden, vor der ganzen Thematik war ich der Meinung,
ich wäre immer aufmerksam manchmal.
(Schon wieder einer dieser Sätze)
Jedenfalls dieses „manchmal“ hat mich dann erwischt…
Ich hatte gedacht: man ist entweder aufmerksam oder nicht. Es gäbe nichts dazwischen.
Die Essenz der ganzen Geschichte hier ist:
oder auf Dado´s Sprache :
Es geht immer mehr als man glaubt. Mit jedem Quäntchen mehr davon kreieren wir eine schönere Oase aus unserer Umgebung, aus unserem Alltag.
Es kostet aber emotionale Kraft, manchmal Überwindung. Aber ich sehe es vielmehr als eine Investition.
Und wir alle wissen, dass sich das immer „auszahlt“ ohne manchmal 🙂
Du willst jetzt wahrscheinlich wissen, was das jetzt genau mit dem Tanzen zu tun hat…
Nur alles!
Auf der anderen Seite wieder, was erleben wir, wenn wir mit jemandem aufmerksam umgehen?
Die Dankbarkeit unseres Gegenübers! Das genießen wir natürlich wieder. Wenn unser/e Tanzpartner/in dankbar wegen unserer Aufmerksamkeit ist und den Tanz deswegen genossen hat, wird er oder sie eine bessere Meinung von uns als Mensch haben. Man wird in weiterer Folge als Wunschpartner/in in der Szene „gehandelt“. Damit macht man sich in einer Tanzszene sehr beliebt. Wer wünscht sich das nicht? Und das ist nur ein Aspekt davon. Es gibt viel mehr positive Nebenwirkungen.
Die Welt durch die Augen des anderen zu sehen kostet uns natürlich gewisse emotionale Überwindung, vor allem beim Tanzen. Es macht aber unser (Tanz)Leben spannender, wertvoller, bedeutungsvoller.
Ich muss jetzt selber eine Pause machen… Was für ein Gedanke!
OK, weiter…
Man kann jetzt darüber diskutieren und versuchen, mich davon zu überzeugen, dass es beim Tanzen andere Dinge wichtiger sind.
Die nackte Wahrheit ist:
Und jetzt die obligatorischen freien Zeilen, damit man den oberen dramatischen Satz verarbeiten kann 🙂
Ich habe aber eine gute Nachricht: man kann das Ganze lernen! Es sind die kleinen Sachen, die viel ausmachen. Social Dance jeder Art nimmt uns sehr viel „Arbeitsspeicher“. Angefangen mit Koordination & Motorik, geistige und nicht zuletzt emotionale Ressource. Und dann kommt noch diese Aufmerksamkeit. Boah!!!
Nur die Ruhe, wir kommen langsam zur Auflösung…
Lassen wir uns durch den großen Wald nicht blenden. Schauen wir uns die einzelnen Bäume an.
Uns hat diese Eigenschaft unglaublich viele Tore im Leben geöffnet, und sie tut es weiterhin. Nicht nur uns – JEDEM, der es sich zu Aufgabe macht auf seine Umgebung mehr zu schauen, als es seinem eigenen Ego lieb ist!
Es hat einen wichtigen Grund, warum dies das Thema unseres ersten wirklichen Blogbeitrags ist.
Das Leben ist ein Tanz… (Das musste jetzt natürlich sein 😃)
Also ist es auch ein zentrales Element in unserem gemeinsamen Tanzen.
Ohne „aufmerksam“ gibt´s kein „Miteinander“, ohne „Miteinander“ keine Harmonie, ohne Harmonie…
Du ahnst, wo ich damit hin will…
Wie der Titel des Beitrags sagt, es hat unser Tanzen komplett verändert und seit dem geprägt und uns zu den Tänzern gemacht, die wir heute sind. Und uns gefällt es, wo wir heute sind 🙂
Es ist so ein Ding wie mit den Handys: man kann sich nur schwer vorstellen, wie man früher ohne auskommen konnte.
Unsere Umgebung genießt es und damit wir selber auch, unser Herz spürt es und damit der Kopf auch…
Wir hoffen, dass du mit dem Ganzen etwas anfangen kannst. Bitte, teil uns deine Erfahrungen mit dem Thema mit. Wir wollen es wirklich wissen! Entweder im Kommentar unten, oder einfach ein direktes Mail, wenn es zu privat zum Teilen ist. Wir wollen es einfach hören und wissen, wie es (unseren) TänzerInnen geht.
Bis nächsten Sonntag. 😃
Dance & Make A Difference
